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Elternkammer Hamburg ruft zur gemeinsamen Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung jeglicher Form und die Förderung der Chancengleichheit an Schulen auf

Vor dem Hintergrund erschreckender Tendenzen zum Rechtsextremismus, bezieht die Elternkammer
Hamburg deutlich Stellung gegen Rassismus und Diskriminierung. Sie setzt sich nachdrücklich für eine
schulische Umgebung ein, die von Vielfalt geprägt ist und in der Rassismus und Diskriminierung keinen
Platz haben.

„Rassismus belastet nicht nur die direkt Betroffenen, sondern die gesamte Schulgemeinschaft.“ meint
Michael Meerstein, Co-Vorsitzender des Ausschusses Diversität der Elternkammer Hamburg.

Die Vorsitzende der Elternkammer Hamburg betont: „Rassismus ist nicht nur eine Verletzung der
menschlichen Würde, sondern auch ein Verbrechen gegen die grundlegenden Prinzipien der
Gerechtigkeit und Gleichheit.“

Jede rassistische Handlung oder Äußerung verletzt, entfremdet und diskriminiert. Die Elternkammer ruft
dazu auf, aktiv gegen zunehmenden Rassismus und Diskriminierung vorzugehen, da Ignoranz Täter
ermutigt. Es liegt in der Verantwortung aller, sich einzumischen und gegen Rassismus und Diskriminierung aktiv vorzugehen, um eine sichere und freie Umgebung für alle Schülerinnen und Schüler
zu gewährleisten.

Die Elternkammer betont die Wichtigkeit, die Perspektive der Beteiligten ernst zu nehmen, sowohl für die
Diskriminierten als auch für die Diskriminierenden. Rassismus und Diskriminierung hindert die gleichberechtigte Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Lebensbereichen.

Die Elternkammer hebt hervor, dass die Bekämpfung von institutionellem und strukturellem Rassismus und Diskriminierung unerlässlich ist, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler gleiche
Möglichkeiten haben.

Die Elternkammer Hamburg verpflichtet sich, aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung an Schulen
vorzugehen und sich für eine inklusive und gerechte Bildungsumgebung einzusetzen. Gemeinsam mit
Lehrkräften, Schulleitungen, Eltern, Sorgeberechtigten, Schülerinnen und Schülern, streben wir eine
Schule an, die von Respekt, Toleranz und Chancengleichheit geprägt ist.

Wir rufen alle Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, sich aktiv an diesem wichtigen Kampf zu
beteiligen und gemeinsam eine Schulgemeinschaft zu schaffen, welche Vielfalt wertschätzt und gleiche
Chancen für alle Schülerinnen und Schüler sicherstellt.

Elternkammer Hamburg
Der Vorstand

Mail: info@elternkammer hamburg.de
Web: www.elternkammer hamburg.de

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Wechsel im Vorstand der Elternkammer Hamburg: Kontinuität und neue Impulse

Die Elternkammer Hamburg gibt bekannt, dass es einen Wechsel im Vorstand gab. Die neu gewählten Vorstandsmitglieder bringen eine Mischung aus Erfahrung und frischem Engagement mit sich, um die Interessen der Eltern in Hamburg effektiv zu vertreten.

Simone Kohl wurde als Vorsitzende bestätigt und wird somit ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

Ab sofort wird sie von Jil Heiser unterstützt, der im vergangenen Jahr als Beisitzer fungierte und nun die verantwortungsvolle Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt.

Die Position der Schriftführerin bleibt weiterhin in den bewährten Händen von Nicole Zeidler, die bereits im vorangegangenen Jahr ihre Aufgaben mit Bravour erfüllte.

Nadine El-Allawy-Scherres wurde zur stellvertretenden Schriftführerin gewählt und wird das Team in ihrer neuen Funktion tatkräftig unterstützen.

Dr. David Grawe wurde als Beisitzer gewählt und bringt seine Erfahrungen und Expertise ein, um die Belange der Eltern in Hamburg bestmöglich zu vertreten.

Die Aufgabe der Rechnungsführerin bleibt weiterhin in den vertrauensvollen Händen von Sonja Jaernecke, die die finanzielle Integrität der Elternkammer Hamburg sorgfältig im Blick behalten wird.

Der neu gewählte Vorstand bedankt sich herzlich für das Vertrauen, das ihm von den Mitgliedern entgegengebracht wurde. Gemeinsam wird das Team an der Weiterentwicklung der Elternvertretung arbeiten und sich für die Anliegen der Eltern in Hamburg einsetzen. Schwerpunktthemen sind weiterhin die Einführung der Bildungspläne, Inklusion, KI & Digitalisierung und Fachkräftemangel.

“Ich freue mich besonders auf die neue Schulsenatorin Bekeris. Die Elternkammer ist schon sehr gespannt, wie der zukünftige Kurs unter ihrer Leitung sein wird”, äußert sich die Vorsitzende Simone Kohl. “Die Kammer hat ein großes Interesse, den Austausch zu festigen und eine offene Kommunikation auf Augenhöhe zu etablieren.”

Der Vorstand der Elternkammer ist zuversichtlich, dass die Mischung aus Kontinuität und neuen Impulsen zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit führen wird. Elternkammer Hamburg

Der Vorstand

 

E-Mail: info@elternkammer-hamburg.de
Web: www.elternkammer-hamburg.de

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Rücktritt von Senator Ties Rabe

Die Elternkammer Hamburg ist erschrocken über den plötzlichen Rücktritt von Senator Ties Rabe.

Senator Rabe hat sich als kompetenter und engagierter Bildungspolitiker bewiesen, der mit Entschlossenheit und Fingerspitzengefühl die Hamburger Schulen durch die Unwägbarkeiten der Pandemie geführt hat. Sein Einsatz verdient höchste Anerkennung.

Unter der Leitung von Senator Rabe wurden innovative Bildungskonzepte eingeführt, die die Qualität des Hamburger Schulsystems nachhaltig gesteigert haben. Eine kostenlose Ganztagsbetreuung ist in Hamburg bereits Standard. Seine Entschlossenheit und sein Engagement haben nicht nur zu strukturellen Verbesserungen, sondern auch zu einer erhöhten Bildungschancengerechtigkeit geführt. So bietet die 4,5-jährigen Vorstellung die Möglichkeit, frühzeitig Bedarfe für Förderung zu sehen und einen optimalen Start in die Schule für alle Kinder zu ermöglichen.

“Wir haben gelegentlich unterschiedliche Ansichten gehabt, doch unser Einvernehmen in Bezug auf erstklassige Bildung für Hamburg war stets unerschütterlich. In den turbulenten Zeiten der Corona-Pandemie hat er sich als fähiger und engagierter Bildungspolitiker erwiesen. Sein Rücktritt ist schade, und wir danken ihm für seinen Einsatz”, so Simone Kohl, Vorsitzende der Elternkammer Hamburg. Jil Heiser, Vorstandsmitglied, betont die Wichtigkeit der kontinuierlichen Zusammenarbeit für das Wohl der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern in Hamburg und erhofft sich dieses weiterhin mit der neuen Schulsenatorin.

Die Elternkammer Hamburg dankt Herrn Senator Rabe für seine Leistungen und seinen unermüdlichen Einsatz. Seine positive Wirkung auf die Bildung in Hamburg wird spürbar bleiben.
Wir wünschen ihm persönlich alles Gute.

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Quelle: Rücktritt von Senator Ties Rabe | Elternkammer Hamburg (elternkammer-hamburg.de)

Elternkammer Hamburg gegen einseitige Schulzeitverlängerung: Ein Plädoyer für ganzheitliche Bildungsreformen

In den vergangenen Monaten hat die Initiative “G9 Hamburg – mehr Zeit zum Lernen” eine Debatte über die Verlängerung der Schulzeit an Gymnasien angestoßen. Die Elternkammer Hamburg (EKH) hatte in einer offiziellen Stellungnahme schon ihre Haltung zu diesem einseitigen Ansatz geäußert. Dabei betonte die EKH, dass eine alleinige Konzentration auf die Gymnasien nicht als die Lösung für eine verbesserte Schulbildung in Hamburg betrachtet werden sollte.

Die besorgniserregenden Ergebnisse der PISA-Studie 2022 haben deutlich gezeigt, dass es Anpassungen im gesamten Bildungssystem bedarf. Die EKH ist deshalb der Ansicht, dass diese umfassenden Herausforderungen keinesfalls durch eine einseitige Verlängerung der Gymnasialzeit bewältigt werden können.

Nicole Zeidler, Vorstandsmitglied der EKH, betrachtet die Forderung nach einem zusätzlichen gymnasialen Schuljahr als Ablenkung von den eigentlichen Problemen. Sie weist darauf hin, dass es bereits eine alternative Lösung gibt, indem Schülerinnen und Schülern an Stadtteilschulen mehr Zeit für ein gleichwertiges Abitur gewährt wird.

Simone Kohl, die Vorsitzende der EKH, bestärkt die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung des Schulsystems, um die in der PISA-Studie aufgezeigten Probleme nachhaltig zu lösen. Hierbei sollten vor allem die bereits in der Grundschule zu erwerbenden Basiskompetenzen genauer unter die Lupe genommen werden: „Wenn ein Viertel aller Hamburger Grundschüler am Ende der vierten Klasse nicht einmal die Mindeststandards im Lesen erreicht, dann brauchen wir uns nicht auf eine alleinige Reform in den Gymnasien zu stürzen.“ betont die EKH-Vorsitzende.

Die EKH unterstreicht zudem, dass die aktuellen Belastungen der Schülerinnen und Schülern nicht nur die Gymnasien, sondern alle Schulformen gleichermaßen betreffen. Die Realitäten an den Hamburger Schulen, wie Platz- und Lehrermangel, Mangel an zusätzlich dringend benötigtem Fachpersonal sowie die immer noch stark von der sozialen Herkunft abhängigen Bildungsungerechtigkeit, müssen endlich ernstgenommen werden. Die Diskussion über durchaus notwendige Bildungsreformen sollte hierbei sorgfältig geführt werden. Der Fokus muss stets auf ganzheitlichen Qualitätsverbesserungen und effizienteren Lehrmethoden gerichtet sein, unabhängig von der Schulzeitstruktur oder gar der einzelnen Schulform.

Die Elternkammer Hamburg setzt sich kontinuierlich für bessere Bedingungen im Hamburger Schulsystem ein. Hierbei steht sie stets in engem Austausch mit der Schüler:innenkammer Hamburg und der Lehrerkammer Hamburg. Die G9-Initiative kann sie aus oben genannten Gründen zur Zeit nicht unterstützen.

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Quelle: Elternkammer Hamburg gegen einseitige Schulzeitverlängerung: Ein Plädoyer für ganzheitliche Bildungsreformen | Elternkammer Hamburg (elternkammer-hamburg.de)

Stellungnahme zur Aktualisierung der Richtlinie für den Umgang mit Schulpflichtverletzungen

Die Elternkammer Hamburg begrüßt ausdrücklich die nun verbindlich festgelegte intensivere
Zusammenarbeit der Behörden. In dieser verstärkten Koordination sehen wir die Möglichkeit,
zügig nachhaltige Lösungen für eine verbesserte schulische Bildung der Kinder zu finden.
Kritisch sieht die Elternkammer Hamburg jedoch die gestiegenen Anforderungen an die Lehrkräfte
hinsichtlich fehlender gesundheitlicher Behandlungen und Untersuchungen. Lehrerinnen und Lehrer
sind keine medizinischen Fachkräfte Dieser Aspekt sollte bei den Erwartungen an sie berücksichtigt
werden.
Die Elternkammer Hamburg erwartet zudem, dass die notwendige Kommunikation und
Dokumentation unter strikter Einhaltung des Datenschutzes erfolgt sowie die Eltern über alle
notwendigen bzw. eingeleiteten Schritte und Maßnahmen schriftlich informiert werden.

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Quelle: Stellungnahme zur Aktualisierung der Richtlinie für den Umgang mit Schulpflichtverletzungen | Elternkammer Hamburg (elternkammer-hamburg.de)

Der PISA-Schock ist da!

Endlich liegt der PISA-Bericht vor und die Ergebnisse sind ernüchternd: Deutschland, einschließlich der Hamburger Schülerinnen und Schüler, schneidet so schlecht ab, wie noch nie. Die Ergebnisse der PISA-Studie 2022 verzeichnen die niedrigsten Werte aller Zeiten in allen drei Kompetenzbereichen (GERMANY_Country-Note-PISA-2022_DEU.pdf (oecd.org)).

Die Elternkammer Hamburg sieht sich in ihren langjährigen Befürchtungen bestätigt und ruft zu umgehenden Maßnahmen auf.

Seit 2012/ 2013 zeigen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler eine stetige Abwärtsbewegung – begleitet von einer immer größer werdenden Bildungsschere. Die Auswirkungen der Pandemie sind zwar spürbar, können jedoch nicht allein für die Verschlechterung verantwortlich gemacht werden.

Die PISA-Ergebnisse verdeutlichen einen aktuellen Lernrückstand von etwa einem Schuljahr und zeigen, dass bisherige Aufholprogramme nicht ausreichend waren.

Die Elternkammer Hamburg fordert entschieden weitere – an die wirklichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler angepasste – Programme zur Leistungsverbesserung und ein konsequentes Ausweiten der Aufholprogramme durch die Schulbehörde (BSB). Insbesondere soll der Fokus auf Chancengerechtigkeit gelegt werden, um die bestehende Ungleichheit im Bildungssystem zu überwinden. Der Lehrkräftemangel ist ein zusätzliches Hindernis, das umfassender angegangen werden muss. Mehr als 70% der Schülerinnen und Schüler geben an, dass der Mangel an Lehrkräften und damit verbundenem Unterrichtsausfall ihren Bildungserfolg beeinträchtigt.

Die Elternkammer Hamburg fordert zudem eine verstärkte Sprachförderung, den Ausbau von Basiskompetenzen und die Schaffung von unterstützendem Personal, um Lehrkräfte bei ihrer täglichen Arbeit zu entlasten.

Sozial schwache Haushalte, Migrationshintergrund, benachteilige Stadtteile oder auch individuelle Teilleistungsstörungen oder Behinderungen dürfen nicht länger dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler hierdurch in ihrer schulischen Laufbahn einer Chancenungerechtigkeit ausgesetzt sind.

Simone Kohl, Vorsitzende der Elternkammer Hamburg, betont die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen zur psychischen Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, einschließlich von Stressbewältigungsprogrammen, sowie das grundsätzliche Überdenken der bisherigen Bewertungssysteme, welche unter anderem einen großen Anteil an den psychischen Belastungen der Schülerinnen und Schüler haben.

In allen von der Schulbehörde künftig eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der schulischen Bildung muss die Inklusion hierbei eine zentrale Rolle einnehmen.

Für einen messbaren Erfolg bei der nächsten PISA-Studie braucht es ein gemeinschaftliches Vorgehen von Politik, Verwaltung und allen anderen Schulbeteiligten.

Die Elternkammer Hamburg wird sich aktiv einbringen.

Elternkammer Hamburg
Der Vorstand

E-Mail: info@elternkammer-hamburg.de
Web: www.elternkammer-hamburg.de

Quelle: Der PISA-Schock ist da! | Elternkammer Hamburg (elternkammer-hamburg.de)

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Die Elternkammer unterstützt Initiativen zur Steigerung der Schulwegsicherheit

Die Elternkammer Hamburg unterstützt nachdrücklich die Initiative der Verbände VBE, VCD
und DKHW zur Steigerung der Schulwegsicherheit. Wir appellieren an Bund und Länder, eine
unverzügliche Anpassung der Straßenverkehrsordnung vorzunehmen.

Es ist essenziell, dass Schülerinnen und Schüler sich möglichst früh eigenständig und
kompetent im Straßenverkehr bewegen können. Die eigenverantwortliche Bewältigung von
Schulwegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist im Sinne der individuellen
Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Die Stärkung selbstständiger Mobilität entspricht
sowohl dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, als auch dem Bildungsziel der
Mobilitätserziehung.

Die unabdingbare Voraussetzung für selbstständige Mobilität besteht in sicheren
Schulwegen. Mangelnde tatsächliche oder gefühlte Sicherheit auf dem Schulweg führt an
vielen Orten zu vermehrtem Einsatz von „Elterntaxis“ – ein Begriff, den wir kritisch betrachten.
Diese Praxis schafft gefährliche Situationen im unmittelbaren Umfeld von Schulen, die
wiederum eine Zunahme von Elterntaxis nach sich zieht.

Häufig scheitern lokale Initiativen zur Sicherung von Schulwegen an starren Vorgaben der
Gesetzgebung. Es bedarf dringend erleichternder Maßnahmen, um lokalen Akteuren die
Umsetzung schulwegsichernder Maßnahmen im direkten Schulumfeld zu ermöglichen. Dies
ist notwendig, um den Umweltverbund und insbesondere den Fußverkehr im Sinne der
Verkehrssicherheit zu stärken.

Elternkammer Hamburg
Vorstand
E-Mail: info@elternkammer-hamburg.de
Web: www.elternkammer-hamburg.de

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Stellungnahme Elternkammer zu den Bildungsplänen der SEK 1

Die Elternkammer Hamburg (EKH) hat sich intensiv mit den Entwürfen der Bildungspläne für

die Sekundarstufe 1 befasst.

Die EKH ist erfreut, dass der Austausch mit dem Fachreferenten für das neue Pflichtfach Informatik positive Auswirkungen auf die neuen Bildungspläne hatte. Dies zeigt das, dass aktive einholen unserer Mitwirkung zu guten Ergebnissen führt.

Die Bildungspläne zeigen eine zu hohe Inhaltliche Fülle, neue dringend notwendige Themen dürfen nicht nur zusätzlich hinzugefügt werden, sondern in die bestehenden Fächer hineingearbeitet werden.

Unsere Stellungnahme ist aufgeteilt in einen ersten Teil mit allgemeinen Anmerkungen und einen zweiten Teil werden wir Bezug auf einzelne Bildungspläne nehmen.

 

Leitperspektiven

Wir sehen die Leitperspektiven “Werte für ein gelingendes Zusammenleben”, “BNE” sowie “leben und lernen in einer digital geprägten Welt” der aktuellen Zeit entsprechend sinnvoll und nun deutlich klarer gefasst, als noch in den Bildungsplänen der Oberstufe. Positiv fallen hier auch die nun separat aufgeführten Bewertungskriterien auf.

Inklusion wird stärker in den Blick genommen, diesem müssen nun Taten folgen.

 

Umfang & Verteilung

Zum Teil werden Stoffinhalte aus der Oberstufe nun in die Unter- oder Mittelstufe verlagert oder entfallen ganz (Beispiel: Magnetismus und Druck). Das Vorgabe Ziel von 50% wird in der Mittelstufe aus unserer Sicht nicht eingehalten, der Spielraum der einzelnen Fächer besonders mit der Einführung von Informatik ist erschöpft, mehr Stunden sind keine Alternative, um die Stofffülle abzudecken.

Die 10. Klassen am Gymnasium erhalten eine merkliche “Doppelrolle” ein Abschluss der Mittelstufe, andererseits Vorbereitung auf die Oberstufe. Für beide „Rollen“ gibt es volle Inhalte, dies könnte zu einer Überlastung oder nicht Behandlung der Themen führen.

Wir sehen die Verantwortung zur Reduzierung von Stoffinhalten klar bei den Erstellern der Bildungspläne. Eine Verlagerung auf Lehrkräfte oder beratende Gremien sehen wir nicht als angemessen an. Grundsätzlich ist die 34-Wochen-Prämisse unrealistisch!

 

Ressourcen & Belastung

Weiterhin sind die vorhandenen Ressourcen nicht ausreichend, um eine Implementierung weiterer neuer Bildungspläne in den Schulalltag zu integrieren. Die vorhandenen Ressourcen reichen nicht aus, um neue Bildungspläne in den Schulen umzusetzen. Der Mangel an Lehrkräften und die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern verschärfen das Problem.Schul- und Fachleitungen bekommen zu wenig Unterstützung.

Die Aussage jede Schule soll selbst anhand ihrer Schwerpunkte entscheiden, welche Fächer Stunden abgeben, ist aus Sicht der Elternkammer

nur der Versuch der BSB sich vor dieser Verantwortung zu verstecken.

Entwicklung & Implementierung

Die noch in der ersten Bildungsplankommission vertretenen universitären Institute haben sich aus der jetzigen Kommission (die von der BSB als eine einheitliche begriffen wird) komplett herausgezogen. Es ist in diesen Bildungsplänen kein Ansatz zu erkennen, sich mit den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinanderzusetzen.

Wir geben zu bedenken, dass die 3-jährige Erprobungsphase keine Folge der Einwände, sondern durch § 6 der BildunsplanVO vom 1.7.1997 (HmbGVBl. 1997, 329) vorgegeben ist.

Die Kriterien, an denen gemessen werden wird, ob und wenn inwieweit die neuen Bildungspläne ein erfolgsversprechendes Modell und also (endgültig) umgesetzt werden, sind völlig unklar.

Die Beteiligungskultur bereits im Rahmen der Erarbeitung der Bildungspläne wurde erneut nicht verbessert.

Aufgabengebiete

Zu den Aufgabengebieten hat die Elternkammer Hamburg folgende Anmerkungen.

Uns erscheinen die Leitperspektiven und ihre spezifischen Bezüge sehr kurz, weitergehende Erläuterungen wären eventuell sinnvoll.

 

In der Berufsorientierung sollte über die Rollenklischees kritisch gesprochen werden, um auch neue Berufsfelder zu entdecken.

Gesundheitsförderung mit Blick auf das “leben und lernen in einer Digitalen Welt” heißt aus unserer Sicht auch, dass aktuelle Themen wie z.B. BodyPositivity, Schönheitsideale aus dem Internet, extreme Trends oder “Ana-Choaches” behandelt werden müssen.

Dies ist auch für die Entwicklung des Selbstwertgefühls ausschlaggebend. Medienerziehung muss hier auch auf negative Einflüsse und Inhalte eingehen. Die Strafbarkeit von Urheberrechtsverletzung und Gefahren bei unbedachter Weiterleitung von Bildern sind dafür nur beispielhaft, wie auch das sogenannte „Catcalling“.

Grundsätzlich sind Sport und Sportunterricht ein wichtiger Bestandteil für eine gute körperliche und mentale Gesundheit und sollten daher eng miteinander verzahnt sein.

Globales Lernen und die Rolle jedes Einzelnen als “Verbraucher” sind ebenso miteinander verbunden. Es ist heute wichtiger denn je, Rücksicht auf Ressourcen zu nehmen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Der Bildungsplan P-G-W mit dem Modul “Ökonomisches Denken & Handeln” ist ein gutes Beispiel dafür, wie diese Inhalte vermittelt werden können. Es ist jedoch wichtig, den Bezug zum Hamburger BNE Masterplan herzustellen, um ein umfassendes Verständnis zu fördern.

Wir wünschen uns, nicht nur im Rahmen der Interkulturellen Erziehung

einen diskriminierungsfreien Unterricht.

Es folgen Anmerkungen zu diesen Bildungsplänen bzw. Rahmenvorgaben:

– Lernbereich Gesellschaftswissenschaften
– Geschichte
– P-G-W
– Recht
– Lernbereich Naturwissenschaft und Technik
– Informatik
– Rahmenvorgaben für Berufliche Orientierung
– Berufliche Orientierung
– Deutsch als Zweitsprache
– Theater
– Musik
– Pädagogik

Der Lernbereich Gesellschaftswissenschaften erscheint der Elternkammer Hamburg insgesamt gelungen.

Die didaktischen Grundsätze bieten einen guten Realbezug und unterstützen das vernetzte Lernen. Für den Aktualitätsbezug hofft die Elternkammer Hamburg auf ausreichend Raum und Zeit, um auch spontan auf Themen eingehen zu können. Besonders positiv ist die aktive Aufforderung zu vermehrten Methodenwechseln.

Im Rahmen des Jahrgangs 6 sind die mindest und erhöhten Anforderungen häufig nicht differenziert. Dies sollte nachgearbeitet werden. Die zu vermittelnden digitalen Kompetenzen sind sehr niedrigschwellig und bieten gute Basiskompetenzen im Umgang mit digitalen Medien.

Die fachlichen Anforderungen für den ESA und MSA scheinen teilweise deutliche Abweichungen von den Anforderungen, der einzelnen Bildungsplänen für Geografie, Geschichte und PGW zu haben.

Warum keine Unterscheidung zwischen den Anforderungen zwischen dem ESA und dem MSA erfolgt, kritisieren wir deutlich!

Positiv bei den Inhalten sind die vorbereiteten Themen für Forderangebote als Vertiefung und das Aufgreifen der Klimathematik.

Im Jahrgang 9/10 hat die Elternkammer zu den Themen “Demokratie”, “Nationalsozialismus” und

“Deutschland nach 1945″ folgende Anmerkungen:

• Für das Thema “Demokratie” hat die EKH den Wunsch auf den Bezug zum heutigen Leben herzustellen „Wie gestalte ich die Demokratie aktiv mit?“ „Was nützt mir Demokratie?“
 
• In “Nationalsozialismus und die Lehren daraus” fehlt der Elternkammer Hamburg der Bereich Rechtsextremismus und Antisemitismus, beispielhafte Fragestellungen wären: „Warum bekommen demokratiefeindliche Parteien immer mehr Stimmen?“, “Welche Folgen und Gründe hat dies?”.
 
• Im Themenbereich “Deutschland nach 1945” sind die tieferen Inhalte zur DDR nur als Forderangebote enthalten. Besonders das Wissen zur DDR ist immer weniger präsent. Der Unterschied zur DDR ist geschichtlich und gesellschaftlich relevant. Fehlend sind hier auch Themen zu Jugendangebote, FDJ, Pioniere, die Rolle der Kirche und Kinderbetreuungsangebote.

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts der Stufe 8/9 sind insgesamt sieben verschiedene Themenfelder vorgesehen, das ist aus Sicht der Elternkammer Hamburg zu ambitioniert.

Um den Kindern und Jugendlichen die Wichtigkeit von Demokratie und demokratischem Handeln näherzubringen, sollten sie sich intensiv mit dem Beginn des Nationalsozialismus, dem 2. Weltkrieg und dem Holocaust auseinandersetzen.

Dies nur als kleinen Teil in den beiden Jahrgängen zu betrachten, ist deutlich zu wenig.

Besonders mit Blick auf die Geschichte und das aktuelle Weltgeschehen kommt die Betrachtung des jüdischen Lebens in Hamburg zu kurz. Wo hat jüdisches Leben stattgefunden? Was sind Stolpersteine? Dies ist ein Thema, das auch fachübergreifend gut behandelt werden kann.

Nur wenn unsere Kinder und Jugendlichen sich intensiv mit der dunklen Zeit befassen, können wir sie für die Zukunft sensibilisieren.

Wir schlagen vor den “Themenbereich 5 Kinder und Jugendliche in deutschen Diktaturen” in die Stufe 10, hinter “Teilung und Wiedervereinigung” zu verschieben. Zwischen dem Römischen Reich und Leben im Mittelalter passt das Modul 5 thematisch nicht. Das umfassende Wissen aus den vorangegangenen Modulen wird den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit geben dieses Thema besser zu greifen.

 

Für das Fach Politik-Gesellschaft-Wirtschaft hat die Elternkammer Hamburger folgende Anmerkungen.

In den didaktischen Grundsätzen fällt positiv auf, dass das vielfältige Informationsangebot in den Medien und ihre Bewertung behandelt werden.

Im Rahmen der Schwerpunkte ist der der Blick auch auf internationale Konflikte wie Arabischer Frühling, Israel und Palästina Konflikt, Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine wichtig, um den Schülerinnen und Schülern Möglichkeit zu geben aktuelle Konflikte zu hinterfragen und sich eine Meinung zu bilden. Die Elternkammer Hamburg hofft das hierfür in beiden Schulformen ausreichend Zeit und Raum gegeben wird.

In den Themenbereichen fällt positiv der inhaltlich gute Rundumblick im Bereich Digitalisierung und Medien auf. Konsumdenken und Handeln wird ebenso vermittelt, dies ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg um aus den Schülerinnen und Schülern mündige Konsumenten werden zu lassen.

In der Vorstufe scheint es einen guten Überblick über viele Themen zu geben, jedoch ist dieses sehr umfangreich für ein Jahr.

 

Das Fach Recht ist aus unserer Sicht sehr umfassend und vermittelt Inhalte äußerst tiefgreifend. Hier stellt sich die Frage, ob diese Tiefe an allgemeinbildenden Schulen richtig ist. Es finden sich Inhalte auch im 1. Semester verschiedener Verwaltungsstudiengänge.

Folgende Themen finden wir sehr sinnvoll und positiv:

– Grundlage des Grundgesetzes und Prinzip Rechtsstaatlichkeit
– Verbraucherrechte
– Schulrecht

Im Modul “G2. Verbraucherrechte” halten wir gerade eine Aufklärung über Schuldenfallen für sinnvoll. Der Themenbereich Medienrecht sollte sowohl in diesem Fach, aber auch grundsätzlich nicht zu kurz kommen.

 

Der Lernbereich Naturwissenschaften und Technik wirkt im Rahmen der didaktischen Grundsätze positiv, besonders die Förderung der digitalen Kompetenzen und Anwendung verschiedenerer digitaler Werkzeuge.

Hervorzuheben ist der Fokus auf einen gendergerechten Unterricht. Die Formulierungen sind aus Sicht der Elternkammer Hamburg nicht gelungen. Der Vorschlag auf ggf. getrennten Unterricht in Klasse 5 / 6 ist nicht zielführende und widerspricht der in Informatik geforderten Selbstverständlichkeit der Gleichberechtigung im MINT-Bereich.

 

Aus Sicht der Elternkammer Hamburg sollten die Mindestanforderungen der Jahrgänge 5/6 an Gymnasien den mittleren Anforderungen an Stadtteilschulen entsprechen, nicht den erhöhten.

In den Jahrgängen 7-10 wird ein Fokus auf einen bestimmten Mathe-Standard gelegt, was positiv ist, da dies den Schülerinnen und Schülern eine klare Richtlinie gibt, was sie in diesem Fach lernen sollten. Wir begrüßen den Hinweis das es wichtig ist, dass in allen Fächern des Lernbereiches der identische Mathe-Standard von Lehrkräften angewendet wird (nicht höher als MSA).

Die Kompetenzen für Bildung in der digitalen Welt ziehen sich durch den gesamten Bildungsplan und bilden eine gute Verflechtung von Naturwissenschaft und Digitalität.

Bei Bewertungen und Entscheidung sollten nicht nur naturwissenschaftliche Aspekte einbezogen werden, sondern auch Normen, Werte und Interessen gegeneinander abgewogen werden. Dies bietet die Möglichkeit sich mit eben diesen auseinanderzusetzen.

 

Im neuen Pflichtfach Informatik ist positiv hervorzuheben, die in der SEK 1 verpflichtende Teilnahme, mit dem Ziel – Mädchen und Jungen an das Fach gemeinsam heranzuführen und die Gleichberechtigung als Selbstverständlichkeit im MINT-Bereich zu etablieren und zu leben.

Die Fachlichen Kompetenzen zeigen aus unserer Sicht eine gute Abstufung der Inhalte für den ESA,

MSA und den Übergang in SEK 2.

Positiv hervorheben wollen wir die fachlichen Kompetenzen “I4 – Informatiksystemen” die besonders wichtige Basisfähigkeiten vermitteln sowie “I5  Informatik, Mensch & Gesellschaft” die den Fokus auf Grundlegende Normen, Regeln und Kriterien, die eingehalten werden sollten, legt.

 

Die Elternkammer Hamburg stellt sich die Frage, warum für den Übergang in die Studienstufe an der Stadtteilschule (STS) Mindestanforderungen gelten, während die identischen Anforderungen am Gymnasium nur optional aufgeführt sind.

Informatik ist ein sich sehr schnell entwickelnder Bereich. Aus diesem Grund sehen wir es als zwingend notwendig an, dass mindestens dieser Bildungsplan regelmäßig aktualisiert wird.

Die Rahmenvorgaben für Berufliche Orientierung an Stadtteilschulen und Gymnasien unterscheiden sich maßgeblich. Während an den Stadtteilschulen genau festgelegt wird, was in welchem Jahrgang passieren soll, wird für die Gymnasien nur der grobe Rahmen gesteckt, was von Klasse 5-10 passieren soll. Dies bietet sicher sowohl Vor- wie auch Nachteile.

 

Die Elternkammer Hamburg bemängelt den geringen Praxisbezug an den Gymnasien und sieht dies als klaren Nachteil. Wir sind der Meinung, dass auch Gymnasiasten einen Einblick in die Berufswelt benötigen, insbesondere bevor sie sich für ein mehrjähriges Studium entscheiden.

 

Den Bildungsplan Berufliche Orientierung vermisst die Elternkammer Hamburg sehr deutlich für Gymnasien!

Für die Stadtteilschulen lassen sich die Anforderungen für den ESA, MSA und Übergang in die Vorstufe klar abgrenzen und erkennen. Positiv ist die Vermittlung wichtiger Fachbegriffe und Institutionen wie die verschiedenen Kammern, Beratungsmöglichkeiten sowie Begriffe rund um Arbeitsschutz, Girokonto, Kredit oder auch ELSTER. Dies ist sehr zu begrüßen.

Das Basismodul “Individuelle Orientierung, Ökonomie und Verbraucherbildung” sollte daher zwingend

auch an den Gymnasien unterrichtet werden.

 

Für Deutsch als Zweitsprache ist bei den didaktischen Grundsätzen aus Sicht der Elternkammer Hamburg wichtig, dass Schülerinnen und Schüler befähigt werden “dem Unterricht einer ihrem Alter und erworbenen Kenntnisstand entsprechender Regelklassen zu folgen”.

 

Die vorgegebenen Kompetenzen und die Bezüge zu den 17 Nachhaltigkeitszielen im Fach Theater wird positiv von der Elternkammer Hamburg gesehen. Diese Kompetenzen sind nicht nur im Theaterkontext von Nutzen, sondern können in vielen anderen Lebensbereichen wie Kommunikation, Beruf, sozialem Engagement und persönlicher Entwicklung von Vorteil sein.

 

Wir begrüßen die Digitalisierung auch im Fach Musik. Die Umsetzung muss systematisch aufgebaut werden. Musik ist nicht nur eine Kunstform, sondern trägt auch dazu bei, kognitive, soziale und emotionale Fähigkeiten zu entwickeln. Es kann die Kreativität fördern, das Gedächtnis verbessern, Stress abbauen und das Selbstbewusstsein stärken. Die Bedeutung des Fachs Musik in der Bildung liegt also nicht nur im Erlernen von musikalischen Fähigkeiten, sondern auch in der Entwicklung vielfältiger lebenspraktischer Kompetenzen.

 

Im Fach Pädagogik sollte nach Meinung der Elternkammer Hamburg mehr auf Digitalität gesetzt werden. Auch das gehört zu den Kompetenzen in diesem Fach nicht nur analog etwas zu erarbeiten. Pädagogik ist ein interdisziplinäres Fach, das Wissen aus Psychologie, Soziologie, Didaktik und anderen Bereichen integriert, um über pädagogische Praktiken zu informieren und zu verbessern.

 

Elternkammer Hamburg Hamburg, 15.11.2023

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Aufhebung der Bildungsungerechtigkeit

Die Elternkammer hat auf ihrer Sitzung am 07.11.2023 wie folgt beschlossen:

Vor dem Hintergrund, dass die KERMIT Ergebnisse vom IfBQ in allen Schulformen ein deutlich schwächeres Abschneiden der Schülerinnen und Schüler an Schulen mit niedrigerem Sozialindex zeigen, wird die BSB aufgefordert, den Schulen zusätzliche Ressourcen für eine unterrichtsintegrierte Förderung bereitzustellen.

Den Ausschüssen wurden vom IfBQ die KERMIT-Ergebnisse der Grundschulen, der Stadtteilschulen und Gymnasien vorgestellt.

Die KERMIT-Untersuchungen zeigten für alle Schulformen über die Schuljahre 2016/2017 bis 2021/2022 ein signifikant schlechteres Abschneiden der Schülerinnen und Schüler an Schulen mit niedrigem Sozialindex.

Die bisher ergriffenen Maßnahmen waren nicht ausreichend diese Ungleichheit abzumildern. Diese schon vor der Pandemie bestehende Bildungsungerechtigkeit und fehlende Chancengleichheit hat sich in der Pandemie noch verschärft. Es braucht eine gezielte, im Unterricht integrierte Förderung der benachteiligten Kinder und entsprechende zusätzliche Lehrkraftressourcen an den Schulen.

Wir fordern die BSB auf, den Schulen die hierfür erforderlichen Mittel und Ressourcen bereitzustellen.

Antragsstellung

Elternkammer Hamburg

Ansprechpartner: Andreas Massoud Yasseri & Christian Lehmann

a.yasseri@elternkammer-hamburg.de & c.lehmann@elternkammer-hamburg.de

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Hybridsitzungen

Die Elternkammer hat auf ihrer Sitzung am 07.11.2023 wie folgt beschlossen:

Die Elternkammer Hamburg möchte erneut die dringende Bitte zur Ausstattung des Raums M für hybride Sitzungen wiederholen. In unserem vorherigen Antrag haben wir bereits dargelegt, wie die Möglichkeit, Sitzungen sowohl in Präsenz als auch online abzuhalten, die Arbeitsfähigkeit der Elternkammer erheblich verbessert und sicherstellt.

Wir müssen feststellen, dass einige unserer geschätzten Mitglieder auch weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert sind, die es ihnen schwer oder unmöglich machen, physisch an den Sitzungen teilzunehmen.

Es ist bedauerlich, dass einige unserer Mitglieder aufgrund von z. B. fehlender Kinderbetreuung nicht immer zeitgerecht zu den Sitzungen erscheinen können.

In diesem Zusammenhang möchten wir betonen, dass es uns wichtig ist, die Expertise und Meinungen aller Elternkammermitglieder gleichermaßen zu berücksichtigen und sicherzustellen, dass niemand aufgrund äußerer Umstände ausgeschlossen wird.

In Anbetracht dieser Erkenntnisse und im Interesse der gerechten Teilhabe aller Mitglieder an den Aktivitäten der Elternkammer fordern wir die Schulbehörde nachdrücklich auf, die erforderlichen Geräte für hybride Sitzungen zu beschaffen und bereitzustellen.

Diese Geräte sollten sicherstellen, dass Mitglieder, die physisch nicht anwesend sein können, online teilnehmen können, ohne dass sie dadurch benachteiligt werden.

Wir sind davon überzeugt, dass diese Maßnahme dazu beitragen wird, die Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen in unserer Elternkammer zu stärken und sicherzustellen, dass wir die bestmöglichen Entscheidungen für die Bildung unserer Kinder treffen können.

Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis für diese wichtige Angelegenheit und stehen Ihnen gerne zur Verfügung, um die Umsetzung dieser Maßnahme weiter zu erörtern.

Antragssteller:

Elternkammer Hamburg

Simone Kohl & Nicole Zeidler

s.kohl@elternkammer-hamburg.de / n.zeidler@elternkammer-hamburg.de

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